Praktikum oder Ausbildung sind das Ziel

Realschüler Heinrich aus —der 9R1 durfte die Sache selbst in die Hand nehmen – und mit einem Wasserschlauch bunte Bälle (die Verschmutzungen simulieren sollten) aus einem durchsichtigen Rohr spülen. Marlo Smack und Jonah Klauenberg von der gleichnamigen Rohrreinigungsfirma aus Hemmingen hatten auf dem Schulhof der Kooperativen Gesamtschule (KGS) eine Demonstrationsanlage aufgebaut, um das Interesse von Jugendlichen für ihrer Profession zu wecken. Zum wiederholten Mal wurde an der Hemminger Gesamtschule ein „Marktplatz der Berufe“ für 185 Schülerinnen und Schüler des 8. und 9. Jahrgangs des Hauptschul- und des Realschulzweigs veranstaltet. In diesem Jahr handelt es sich um ein gemeinschaftliches Projekt von KGS und Bürgerstiftung Hemmingen.

Die Jugendlichen nahmen jeweils an sechs Präsentationen von je 25 Minuten teil, die Einteilung war vorab erfolgt. Im Hauptgebäude der KGS standen 13 Klassenräume für die Präsentationen zur Verfügung. Zu den 25 Firmen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die KGS entsandten, gehörten etliche Betriebe aus Hemmingen: die Gartencenter Glende und Stanze, die Tischlerei Biberbau, die Parkettfirma Goedicke, der Malerbetrieb Puhl, die Sanitärfirma Zauske, der Maschinenbaubetrieb Sievers, die Physiotherapiepraxis Scholl-Hirschmüller, der Supermarkt Ladage und die Papierfabrik vph. Auch die Kita St. Johannes Bosco, das Pflegeheim Rosenpark, die Stadtverwaltungen Hemmingen und Pattensen sowie Medizinische Hochschule Hannover und Sparkasse Hannover waren vertreten, ebenso wie überregional tätige Institutionen wie Avacon, Bundeswehr und die Bundesagentur für Arbeit.
In einem Grußwort im Forum wies Bürgermeister Jan Dingeldey, früher selbst Schüler an der KGS, die Jugendlichen darauf hin, wie wichtig es sei, Spaß an seinem Beruf zu haben – dann sei schon sehr viel gewonnen. Im Zuge der späteren Präsentationen zeigten sich die Schülerinnen und Schüler oft überrascht, wie vielfältig die verschiedenen Tätigkeitsfelder sind.

Nadine Zeise, Fachbereichsleiterin Arbeit-Wirtschaft-Technik an der KGS, äußerte sich optimistisch, dass der „Marktplatz der Berufe“ nicht folgenlos bleibt: „Frühere Erfahrungen haben gezeigt, dass Jugendliche danach immer Praktika absolvieren oder sogar Ausbildungsverträge abschließen.“ Positiv bewertete Michael Sturhan, Projektleiter der Bürgerstiftung, die schulseitige Zuordnung der Schülerinnen und Schüler zu den Präsentationen: „Viele Jugendliche haben es im Nachhinein begrüßt, Berufsfelder kennengelernt zu haben, die sie vorher nicht im Blick hatten.“ Auch die Vertreter von Firmen und Institutionen hätten sich zufrieden gezeigt und versprochen, bei einer Folgeveranstaltung im nächsten Jahr wiederzukommen.