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Bürgerstiftung geht mit Schwung ins Jahr 2023

Kontakt mit Knast und Krankenwagen

Juliane Steinmetz aus dem Bürgerstiftungs-Vorstand und Professor Uwe Groth aus dem Stiftungsrat ließen das vergangene Jahr Revue passieren – und machten Lust auf 2023.

Das Jahr 2022 ist kaum zu Ende gegangen, mit zahlreichen Projekten und Aktionen insbesondere im vierten Quartal, da nimmt die Bürgerstiftung Hemmingen (BSH) schon das Jahr 2023 in den Blick. Dabei will der fünfköpfige Vorstand neben der Fortschreibung von viel Bewährtem auch zwei ganz neue Ideen umsetzen. So sollen Treffen von Hemminger Grundschulkindern mit Notärzten und Rettungssanitätern arrangiert werden, um mehr Verständnis für deren Arbeit zu entwickeln und mögliche Hemmschwellen sowie Ängste abzubauen. Außerdem, so die kommissarische Vorsitzende Juliane Steinmetz, möchte die Stiftung Jugendlichen aus Hemmingen Gespräche mit Straftätern ermöglichen. „Es geht darum, Gewaltprävention zu betreiben, vor den Risiken von Straftaten zu warnen und einen gewaltlosen Umgang mit Konflikten zu thematisieren“, sagt die Rechtsanwältin.

Im Jahr 2022 waren die mehr als 50 in der Bürgerstiftung tätigen Ehrenamtlichen an vielen Fronten unterwegs. Mithilfe der Weihnachtswunschbaum-Aktion bekamen 187 Kinder Geschenkwünsche erfüllt, die Hemminger Literaturstunde lud zu zahlreichen Lesungen ein, und Senioren gewannen beim Handy-Training mit Schülern der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Hemmingen vertiefte Einblicke in den Umgang mit Smartphones. Die Bürgerstiftung zeichnete mit Preisgeldern aus Stipendien- und Jugendprämienfonds 40 Jugendliche und junge Erwachsene aus, 140 Oberstufenschüler der KGS besuchten zwecks beruflicher Orientierung den Marktplatz der Berufe, und Grundschülern wurden mithilfe von Bücherpaketen und Theateraufführungen neue Horizonte erschlossen. Ein Dauerbrenner ist die Betreuung des Obstbaumlehrpfads zwischen Wilkenburg und Harkenbleck, und die vielen Helfer des Netzwerks für Flüchtlinge hatten 2022 erneut mit zahlreichen Geflüchteten aus etlichen Nationen – dieses Jahr schwerpunktmäßig aus der Ukraine – alle Hände voll zu tun.

Stolz auf das Geleistete

Geplant für 2023 ist laut Professor Uwe Groth, Vorsitzender des fünfköpfigen Stiftungsrats, auch ein Fest für alle Stifter. Nach seinen Worten deckt die Bürgerstiftung mit ihren Angeboten alle Bereiche der Gesellschaft ab – ein Grund, stolz auf das Geleistete zu sein. Hatten im Gründungsjahr 2006 gut 70 Spenderinnen und Spender rund 170.000 Euro Stiftungskapital eingebracht, ist die Zahl Ende 2022 auf mehr als 130 Stifterinnen sowie Stifter gestiegen und das fixe Kapital auf 650.000 Euro. Die Einnahmen aus Kapitalerträgen und Spenden lagen 2022 bei rund 40.000 Euro, auf der Ausgabenseite für diverse Projekte und Aktionen standen auch aus Überschüssen der beiden Vorjahre gespeiste 50.000 Euro – eine aus Sicht des Vorstands erfreuliche Steigerung gegenüber 2020 und 2021, in denen aufgrund der Corona-Pandemie so manches Vorhaben gekippt werden musste.

Gütesiegel ist wertvolle Auszeichnung

Stolz ist die BSH, dass sie nun schon zum wiederholten Mal das „Gütesiegel für Bürgerstiftungen“ verliehen bekommen hat – nunmehr gültig bis 2025. „Dieses Gütesiegel vergibt der Bundesverband Deutscher Stiftungen nicht leichtfertig, hier werden sowohl mit Blick auf die finanzielle Solidität als auch auf die Inhalte der geförderten Projekte hohe Anforderungen gestellt“, weiß Vorstandsmitglied Juliane Steinmetz. Doch bei allen Anstrengungen, die die ehrenamtliche Arbeit mit sich bringe, könne man dabei auch viel Spaß haben: „Man kommt mit ganz vielen Themen und Menschen in Kontakt, mit denen man sonst nicht in Berührung gekommen wäre, und das kann sehr erfüllend sein.“

Wer bei der Bürgerstiftung Hemmingen mitmachen, einen Förderantrag stellen oder eine Spende loswerden will, findet die nötigen Informationen, Formulare und Ansprechpartner auf der Homepage unter der Internetadresse www.buergerstiftung-hemmingen.de.